7. Funktionslose Sportfuntionsunterwäsche

Seite 2 Funktionslose Sportfunktionsunterwäsche

Nun, frage mich zunächst nur, warum schön das die ausgerechnet vor mir Ihren Freudentanz aufführen müssen. Aber so sind Sie halt, die jungen Girls. Immer unter Strom und das heiße Wetter trägt dazu sicher das Seine bei. Während ich also noch uninteressiert faszinierend beobachte genieße, hat eine der Ladys offensichtlich eine neu Idee und bringt diese auch mit viel Tam Tam der restlichen Gruppe bei. Sie schlägt deutlich hörbar vor, die überschäumenden Gemüter in dem eiskalten Pazifik zu kühlen, findet aber nicht sofort Gleichgesinnte. Im Gegenteil. Die vernünftigen Mitspielerinnen Spaßbremsen weisen das Mädel sachkundig darauf hin, dass dann ja auch die schützende Sportkleidung mit dem nassen Element in Berührung kommen würde. Aber das Temperament der jungen Dame lässt sich offensichtlich mit klugen Worten nicht zähmen. Worte sind hier wohl Schall und Rauch und so nimmt der nächste Akt im wahrsten Sinne des Wortes seinen Anfang.

Während ich also noch überlege, ob ich in väterlicher Fürsorge auf die Gefahr des Verkühlens hinweisen soll das ich mich hier sicher keinen Millimeter wegbewege, schafft das Gör unzüchtige Tatsachen. Mit gekonnter Eleganz fliegt Ihr Dress in hohem Bogen in den Sand, die züchtige lange Turnhose folgt umgehend und selbst die Stutzen und Socken der nun sichtbar gut gebauten Amazone landen mit viel Schwung auf dem gleichen Kleidungshaufen vor meinen Füssen. Ich muss einen Moment innehalten und Luft holen, die hat das jetzt nicht wirklich getan?! Schließlich sind wir hier im züchtigen Amerika, wo selbst ein blanker BH in der Öffentlichkeit schon anstößig ist. Ein zweiter vorsichtiger neugieriger Blick zeigt aber, dass zwischenzeitlich nur noch die funktionale Sportfunktionsunterwäsche die wesentlichen Teile der weiblichen Anatomie leider verdeckt. Die darf das gar nicht! Hier spielen schließlich kleine Kinder nebenan. Oh doch, und wie die das darf, das ist schließlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, weiter so, für Freiheit und Gerechtigkeit, das musste mal gesagt werden und die kleinen Fratzen können ja wegschauen, wenn es ihnen nicht passt.

Nachdem die unnützen Wäscheteile nun kurz und vor allem knapp entsorgt sind, sprintet die Sportstudentin ohne weiteres schuldhaftes Verzögern mit weiblicher Grazie in das nasse pazifische Element und landen mit einem provozierend coolen Hechtsprung in der tobenden Brandung. Ich tobe jubiliere innerlich. Das mir so etwas passiert?! Was für ein glückliche Wahl des Standortes! Was wohl die beiden anderen Strandnutzerinnen links und rechts von mir über diesen unvorhersehbaren Stripties denken. Ein kurzer Scan in beide Richtungen verrät mir, dass die beiden Mütter das halbnackte Treiben in keinster Weise gut heißen. Die bösen Blicke in Richtung der nassen Nymphe sprechen für sich und bedürfen keinerlei weiteren Erläuterungen gut, das die so weit weg sitzen. Selbstverständlich stimme ich den Beiden moralisch verantwortungsvollen Damen im Geiste uneingeschränkt zu und lächle vor lauter Freude über die nicht geplante Unterbrechung meiner Englisch-lesson still in mich hinein.

Währenddessen hat die Badenixe ihr Gemüt gekühlt und kommt nun freudestrahlend und aufmunternd Lächelnd aus dem Wasser auf die restliche Mannschaft zugelaufen. Angenehmer Anblick denke ich noch so bei mir und was für ein schöner Tag doch heute ist. Hat nicht mancher Mann von solch einem Erlebnis als junger Heranwachsender geträumt? Ein einsamer Strand, eine ganze Frauenfussballmanschaft, heisse Temperaturen, kalte Getränke… träumen darf man(n) schliesslich noch. Gott sei Dank Schade eigentlich, dass nicht auch ein paar von den anderen Damen… Da fliegen Sie auch schon! Weitere 12 reguläre Soccerdressen incl. Stutzen und Socken werden unter großem Gekreische einer kurzfristig besseren Aufbewahrungsstätte zugeführt. Kneift mich doch mal einer, das kann nicht sein! Was geht hier eigentlich ab? Versteckte Kamera? Sehen die nicht, dass ich auch noch da bin? Ich bin schließlich kein Holzklotz und habe auch Gefühle und wie, gut das ich hier Sitze und nicht stehen muss… Aber all das scheint die wild gewordene Horde vor mir nicht zu interessieren, schließlich lockt das eiskalte Nass und so muss ich darf ich freudestrahlend mit ansehen, wie sich ein Dutzend durch nachhaltige amerikanische Sportförderung in äußerst wohlwollende Formen gebrachte Frauenkörper lediglich mit funktional schützender Sportfuntionsunterwäsche bekleidet auf den Weg in die stürmenden Fluten hechten. Was für ein Anblick, ich bin entsetzt Wow, Männchen, was willst du mehr, wo muss ich den Eintritt bezahlen? Kann ich das noch mal auf Video sehen? Ist das hier so üblich, wenn Frau was gewonnen hat? Wo ist dann die nächste Meisterschaft?  

Vom moralischen Standpunkt aus gesehen sollte ich jetzt einschreiten, andernfalls droht die Frage, wie die Moral an diesem Strandabschnitt aufrecht zu erhalten ist hoffentlich kommt jetzt keine Störung des Programms durch Aufsichtspersonal. Mal sehen was die beiden Mitbeobachterinnen neben mir so zu diesem Spektakel meinen. Kurzer Blick und mir wird Angst und Bange. Die beiden Kinderhüterinnen haben offensichtlich aufgehört Luft zu atmen. Die Münder stehen weit offen und ich mache mir ernste Sorgen, ob die jemals wieder Atemluft in sich aufnehmen. Die Schockstarre hat Besitz von den Mutterkörpern ergriffen und ich fürchte mich in diesem Moment davor, wenn die Beiden wieder aufwachen. Muss ich hier gegebenenfalls helfend eingreifen? Ach was, die haben Zeit, die können auch noch ein bisschen ohne Sauerstoff auskommen. Ausserdem kann ich mich ja schließlich nicht teilen. Habe ja direkt vor mir potentielle Hilfskandidatinnen, das Wasser ist schließlich ordentlich kalt. Leider habe ich nur ein Handtuch dabei, wie soll ich da nur alle trocken bekommen, bevor die sich verkühlen. Man(n) will schließlich nur Helfen. Ich wende meinen Blick also wieder in Richtung Meeresplanschbecken und komme gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie die nassen Meerjungfrauen nun abgekühlt, tropfnass und mit wallendem Kopfhaar aus dem Wasser auf mich zueilen. Oder um es korrekt auszudrücken, auf den vor mir liegenden Kleiderhaufen.

Es lohnt sich weiter zu lesen, auch die nächste Seite ist interessant …

 

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