7. Funktionslose Sportfuntionsunterwäsche

Funktionslose Sportfunktionsunterwäsche oder warum der Schreiberling 13 Models nicht retten kann…

…Und dann gibt es diese Momente, von denen man(n) sein ganze junges Leben lang träumt, bis zu dem Zeitpunkt, wenn sie Wirklichkeit werden. Aber lasst mich von Anfang an erzählen.

Leider ist mir beim Erstellen des Textes ein kleiner Fehler unterlaufen. Die erste Fassung des Textes wurde leider nicht wie geplant gelöscht, sondern ist im Text als durchgestrichene Version erhalten geblieben. Ich fordere daher jeden einzelnen auf, diese durchgestrichenen Textpassagen auf keinen Fall zu lesen! Diese Version skizziert ein völlig falsches Bild vom Schreiberling und das wollen wir doch alle nicht, oder… Have fun!

Es ist Samstagmorgen und ich habe mir vorgenommen musste mich zwingen, den wunderbaren Tag am Pazifikstrand mit meinen Englischvokabeln zu genießen zu versauen. An Stränden mangelt es in San Diego nun wirklich nicht, die Frage ist dabei eher, ob man den Trubel des Spring-Break sucht (ja) oder lieber an einem abgelegenen Part die herrliche Landschaft geniest (nein). Angesicht der letzten Englisch-Testergebnisse ist schnell klar, dass ich den ruhigen Part favorisiere muss. Alternativ hatte ich noch überlegt, mir die Endspiele der kalifornischen Universitätsmeisterschaften im Frauenfussball anzusehen, die an diesem Samstag auf dem nicht weit vom Strand entfernten Unigelände stattfanden. Aber ob die spielerischen optischen Reize der kickenden Damen wirkliche der passende Rahmen für meine Englisch-Vokabel-Übungen sind? Ja, bestimmt. Das war nicht lange die Frage, die englische Vernunft gewinnt leider das Spiel gegen die potentiellen sportlichen Reize.

Nun, man kann nicht alles haben und so pilgere ich zum abgelegenen Teil des innerstädtischen Strandes, auch weil dort direkt am Beach-Ende ein großer öffentlicher Parkplatz für meinen treuen gelben Motorradfreund wartet. Ich bin froh ärgerlich, als ich am Ziel ankommen, dass das ganze Partyvolk am anderen Ende des Strandes die Sau raus läst und ich hier mit langweiligen Englischübungen sitzen werde und richte mich nach kurzem Gang vom Parkplatz zum Rand des Pazifiks an meinem einsamen Unterrichtspunkt ein. Wie immer leichte Brise von Seeseite, angenehme 31 Grad im nicht vorhandenen Schatten, dass BWM-Bike sicher angeleint in Parkplatzsichtweite verstaut. Der Schreiberling liegt gut auf seiner kleinen Decke, mit freiem Blick auf den drei Meter voraus anlandenden Pazifik. Blick nach links, im Abstand von ca. 20 Metern hat es sich eine gesetzte Dame mit Ihrem kleinen Nachwuchs ebenfalls bequem gemacht. Blick nach rechts, ebenfalls ca. 20 Meter Abstand, weilt eine an Jahren gereifte Mutter, mit Ihren beiden umhertollenden Kindern verzogenen Ablegern. Sonst kein weiterer Strandgast in diesem Bereich, selbst der neben mir verankerte obligatorische Lifegard-Turm ist ohne Besatzung (kein Wunder, die sind alle auf der anderen Seite…).

Nun, genau die Gesellschaft, die ich jetzt nicht brauche um mich den englischen Wörtern und deren germanischer Bedeutung hinzugeben. Friedliche ruhige Stimmung um mich herum und so beginne ich lustlos intensiv in meinem Workbook zu arbeiten.

Ich bin so intensiv mit meiner Arbeit beschäftigt, dass ich erst gar nicht wahrnehme, was sich hinter mir tut. Erst als die holde Schar der jungen Damen an meinem selbst gewählten Exil kreischend vorbei Richtung Strand toben, wird mir klar, dass unser schönes Einsiedlerleben plötzlich und unerwartet beendet wurde. Ich blicke kurz auf und siehe da, vor mir tummelt sich plötzlich eine gesamte Fussball-Studentinnen-Frauschaft in Ihren eng anliegenden, körperbetonenden Soccerdressen. Ja selbst die grasverzierten Stutzen haben die Mädels noch an, nur die Fussballschuhe fehlen zur Komplimentierung der Sportkluft. Kommen wohl direkt von der Uni-Meisterschaft und haben angesichts des unüberhörbaren Freundengeschreies auch was gewonnen, interpretiere ich.

Es lohnt sich weiter zu lesen …

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.